Sonntag, 5. April 2009

3.4 bis Boumalne-du-dades

Skoura bis Boumalne-du-dades

Wunderschöner Tag, mit 55km/h ins Wadi runterrasen. Wenn die Tourikarawane mit ihren 4WD und Kleinbussen durch ist gibt es nicht mehr viel Strassenverkehr.







2.4 bis Skoura

Hotel Kasbah imini über Ait benhaddou nach Skoura

Wieder schöner Tag, schon etwas heiss. Fahrt auf der trockenen Hochebene (1000m bis 1500m Höhe) südlich des Atlasgebirges. Offroad 6km bis zur Filmkulisse Ait benhaddou, kein Problem mit Rohloff-Antrieb und fitem Motor.







1.4 über den Pass Tichka

Von Marrakesch über den Pass Tichka 2260m bis zum Hotel Kasba imini (164km und ungefähr 2000m)

Nach 112km von Marrakesch aus und ungefähr 2000 Höhenmetern ist man dann auf dem Pass Tickka. Die erste Steigung biginnt bei etwa km 40. Auf den letzten 12km überwindet man, oder wird überwunden, noch 500 Höhenmeter.
Dann 42km downhill bis zur Kasbah imini wo ich ein sehr schönes Zimmer kriege und eine warme Dusche. Ich werde zum Tee eingeladen, einer spielt eine Seiteninstrument.
Der Tag war wunderbar, der Strassenverkehr akzeptabel. Drei Pausen: 1. Kaffee; 2. zwei Bier und Brot; 3. Tajine. Zamir, ein Marokkaner auf Rennvelo, begleitet mich etwa 2km lang.
Etwa 50 Stops für Fotos.
Der Pass war ein Fitnesstest für die Fahrt auf den Mont Ventoux, die auf meiner Rückreise erfolgen wird. Den Test habe ich bestanden, ich hatte mir genügend Zeit gelassen so dass ich am Schluss immer noch Kraft hatte, dann bei der Abfahrt gegen den Wind haben die Kräfte etwas nachgelassen.




Sicht auf den Hohen Atlas



















Dienstag, 31. März 2009

Marrakech

Bis Marrakech habe ich nun (mit Umwegen und Stadtrundfahrten) 3260 km zurückgelegt.

Heute am frühen Morgen habe ich eine Stadtrundfahrt gemacht, der Verkehr war noch erträglich. Morgen geht es weiter, zuerst über einen Pass und dann in Richtung Sanddünen. Die Wanderung im Hohen Atlas verschiebe ich auf später.

Ausrüstung 2 und Wartung



Nach drei weiteren Plattfüssen innerhalb von zwei Tagen (einer geht auf mein Konto) ist es Zeit auf den Typen "Frischluft Tour spezial" umzusteigen. Wie zu erwarten war hat sich der Esel, nachdem wir ihn für den Fototermin bereit gemacht haben, gedreht und die Ladung abgeworfen. Immer diese Esel.
Den Fotographen habe ich in einem Fotokurs angemeldet: Wie halte ich eine Kamera.


Inzwischen kann ich mit diesem Velo von simpel.ch, typ frischluft tour, umgehen:
- in Assilah habe ich die hinteren Bremsklötze ausgewechselt
- inzwischen habe ich vier Plattfüsse repariert (2 hinten, 2 vorne) und gemerkt dass man ab und zu die eingefahrenen Glasscherben entfernen sollte. 3 Plattfüsse hatte ich von Glasscherben, die kann ich auch schon in der Schweiz hineingefahren haben. Allerdings ist die Glasscherbendichte hier in Marokko höher. Learning on the job.
- in Marrakech habe ich das Oel des Rohloff-Antriebes gewechselt. Es ist ein wenig eine Dökterliarbeit. In fünf Monaten habe ich nun mit diesem Velo 5400 km zurückgelegt.
- und selbstverständlich oft die Kette reinigen und ölen.

28.3-30.3 Casablanca nach Marrakech

Eigentlich wollte ich in zwei Tagen von Casa bis Marrakech fahren, aber manchmal kommt es anders. Der erste Tag war nervig:
- Nach 15km Fahrt hatte ich immer noch nicht die richtige Strasse gefunden um aus Casablanca wegzufahren und dann wiedermal auf der Autobahn
- danach ein Plattfuss im Sumpf, zuvor war ein Gewitter. Während der Reparatur hatte ich eine Schar Knaben um mich. Ich bin mir vorgekommen wie Bouillon in den Geschichten "Le petit Nicolas"
- nun fahre ich noch falsch und verliere wieder 10km
- dann noch einen Plattfuss weil ich wegen der Störung durch die Knaben den Glassplitter nicht gefunden hatte.
- dann noch ein Gewitter und schliesslich bin ich bei den Rustikalen in Oulad Abbou. Sie braten mir Fleisch und Tomaten und als ich nach einer Gabel frage gibt es keine. Der Kaffeehausbesitzer offeriert mir im Kaffeehaus zu schlafen. Nach dem Essen fahre ich jedoch weiter und zurück nach Settat, davon eine Stunde in der Dunkelheit mit Verfolgung durch Hunderudel. In Settat gibt es dann aber eine warme Dusche.

Am zweiten Tag sind wir, Kurt aus Oesterreich und ich in einem Berberhotel in Ben Guerir, auch sehr rustikal. Er, 74-jährig, fährt von Marrakech in seine Heimat zurück. Er ist eine Sportsman und leistet 160 bin 200 km pro Tag mit seinem Rennvelo. Er ist schon in der ganzen Welt rumgefahren. Wir trinken unter den Räubern in der Bar des Ortes einige Bier, falsch Sportlergetränke, und erzählen. Während der Fahrt hatte ich noch einen Platten.

Der dritte Tag verläuft normal, 50 km geradeaus.
In Marrakech spricht mich Gerardo aus Mexiko an und eskortiert mich zu seinem Hotel. Er ist auch mit dem Velo unterwegs gewesen, hatte jedoch nur 2 Wochen Zeit. Er lebt in Kalifornien. Wir gehen dann zusammen Abendessen und erzählen.

28.3 Casablanca nach Settat




Oulad Abbou nach dem Gewitter



29.3 Settat nach Ben Guerir


ob der ein Problem hat? er ist dann doch noch durchgekommen.


Ben Guerir



30.3 Ben Guerir nach Marrakech



50 km geradeaus




Sicht aus meinem Hotelzimmer

Casablanca

27.3 Casablanca
Casablanca ist für mich ein Verkehrsmoloch mit riesigen Slums und ein paar Baren wo man Bier trinken kann.


Eingang zur Medina




Moschee Hassan II